Freitag, 6. Juni 2014



.von der Reise eines Gedankenganges.


Palawan

Hey Kleines, deiner Sprache bin ich nicht mächtig,
und würde ich liebevolle Worte meiner Sprache formen,
kämen sie dennoch dem Klang krächzenden Hundegebells nah.

Lieber wäre ich Bote einer Mission für den abgesicherten Morgen 
auf Lebenszeit,
mag ich meinen Blick sanft ruhender Kinder deinen tiefbraunen Augen schenken,
ehe die Erwachsenenwelt die Achse deiner Unbekümmertheit bricht.

Ich kann ein wenig zaubern, 
die Zahl einer Münze in einen Zauberstern verwandeln.
Von dort oben, 
wo sich die Sterne funkelnd raufen im Wettstreit
um das schönste und weiteste Strahlen,
wo es weder verletzende Munition, noch ein Verbergen deiner Natur
für den Zweck tourismusorientierter Glücksmomente gibt.
Die kleine Kunst übertrug sich unbemerkt auf mich,
als winzige Funken während nächtlicher Himmelstollerei 
mein Armband streiften.

Ein steril klingendes Wort der Erwachsenensprache,
Psychohygiene, bedeutet auch,
jeden Tag etwas Positives für sich und jemand anderen zu arrangieren.

Ich zaubere dir leise, im Vorbeigehen
aus der Falte meines weißen Tuches, gewickelt um mein Handgelenk,
eine Münze und die Zahl darauf in deinen Zauberstern.


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Anmerkung:
Festen Dank an Artman® alias Osok
für das Bereitstellen seiner Information und Fotografie s/w, welche eine Szene auf der philippinischen Insel Palawan festhält. Dort durfte er unter militärischer Begleitung der Öffentlichkeit selten gezeigte Ortsmomente fotografisch festhalten. Die Szene zeigt einen Soldaten, welcher einen Augenblick später, nachdem der Auslöser der Kamera das Bild entstehen ließ, an einem alleinstehend kleinen Mädchen eines philippinischen Dorfes vorbeigeht. Der Hintergrund gewährt konturenhaft den Blick sporadisch errichteter Behausungen, faszinierender Natur, die Schönheit der Insel in ihrer Einfachheit. Eine feste Bleibe ist den einheimischen Dorfbewohnern  stets ungewiss, nächste Morgen an einem Ort sind nicht garantiert. Die Fotografie trägt den Namen Krieger.



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